Das Biosphärenreservat Schaalsee wird am Donnerstag im Zentrum unseres Interesses stehen.

Zunächst werden wir uns im Pahlhuus dem Informationszentrum des Biosphärenreservats in Zarrentin über Entstehung, Aufgaben und Arbeit des Biosphärenreservats informieren und uns die dortige Ausstellung ansehen.

Anschließend werden wir von einem Ranger des Biosphärenreservats durch das benachbarte Kalkflachmoor geführt.

Den Rest des Tages werden die Teilnehmenden in Gruppen das Biosphärenreservat auf eigene Faust erkunden.

Zum Artikel aus dem letzten Jahr geht es hier :-)

Am Mittwoch geht es zur Ostsee:

„Bald mischte sich immer mehr Dünengras in die Vegetation, und ich hatte das Gefühl, das Meer schon riechen zu können und rauschen zu hören. Was Cleo und ich auf alle Fälle hörten, war Möwengeschrei. Jetzt konnte es nicht mehr weit sein. Die frühere Grenze ist mittlerweile von Wildrosen, Sanddorn, Weißdorn und Schlehen überwuchert, und da Cleo und ich keine Lust hatten, uns jetzt noch groß durch dorniges Gestrüpp und hinderliches Unterholz zu kämpfen, nahmen wir den seitlich davon verlaufenden Knüppeldamm[...] Wie ein großer Theatervorhang öffnete sich vor uns das Dünengras und wir sahen die See und große Schiffe, die gerade ausliefen.“ So beschreibt Andreas Kieling in seinem Buch „Ein deutscher Wandersommer“ seine letzten Meter auf dem Grünen Band. Genau an dieser Stelle wollen wir uns auch das Ende oder den Anfang des ehemaligen Todesstreifens anschauen.

Vorher werden wir noch eine Führung mit Herrn Braun vom Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer (Link: www.Dummersdorfer-ufer.de) am Pötenitzer Wieck machen. Dort werden wir neben einem alten Beobachtungsturm und dem ehemaligen Kolonnenweg der dortigen Anlage aus der Zeit des Nationalsozialismus sehen. Herr Braun wird uns von seinen Erlebnissen an diesem Teil des Grünen Bandes erzählen.

Hier geht es zum Bericht aus dem letztjährigen Seminar ;-)

Am Dienstag wollen wir auf der Wakenitz, dem Amazonas des Nordens paddeln.

Die Wakenitz bildete bis 1990 die Grenze zwischen der BRD und DDR. Das Mecklenburgische Ufer konnte sich über drei Jahrzehnte Sperrzaun und Todesstreifen fast unberührt entwickeln. Die Sperreinrichtungen verliefen ca. 100 Meter vom Ufer entfernt. In den Streifen davor, der noch zum DDR-Staatsgebiet gehörte, gelangten nur wenige DDR-Grenzsoldaen und Mitarbeiter der Staatssicherheit.

Heute bildet die Wakenitz die Grenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Beiderseits des Flusses wurden nach 1990 Naturschutzgebiete eingerichtet. Die Wakenitz bildet damit einen der wertvollsten Teile des Grünen Bandes.

Wir werden von Lübeck aus die Wakenitz bis zum Ratzeburger See paddeln.

Den Bericht aus dem letztjährigen Seminar findet ihr hier.

Wie versprochen wollen wir euch heute einen kleinen Vorgeschmack auf den Montag in der nächsten Seminarwoche geben.

Wir werden nach einer kurzen Einführung zum Thema “Das Grüne Band” eine Radtour von Dargow aus machen. Dabei wird zunächst das Salemer Moor unsere erste Station sein. Nachdem wir uns dort über das Naturschutzgebiet und das Spezifische einer Moorlandschaft informiert haben, wollen wir vorbei am Lankower und Melchower See nach Schlagsdorf fahren. Dort werden wir nach einer Mittagsrast das Grenzlandmuseum “Grenzhus” besuchen und uns während der Führung durch das Museum samt dem Außengelände über die ehemalige innerdeutsche Grenze informieren. Von dort geht es weiter zur Wüstung Lankow, der Stelle, wo sich früher der Ort Lankow befand, bevor er aufgrund der Nähe zur ehemaligen Grenze vom DDR-Regime dem Erdboden gleich gemacht wurde. Weiter geht es über Dechow, Groß Thurow und Dechow immer entlang der ehemaligen Grenze auf Mecklenburger Seite zurück zu den nördlichen Ausläufern des Schaalsees und zurück nach Dargow.

Hier noch ein paar Bilder:

   

Die Beschreibung des Tages aus dem letzten Seminar findet ihr ebenfalls in diesem Blog unter http://seminarreihegruenesband.wordpress.com/2011/08/22/das-grune-band-am-schaalsee-mahnmal-der-geschichte-und-einzigartige-natur/

Wir wollen euch ab heute wöchentlich – immer Mittwochs – eine Einstimmung für das Seminar vom 22. bis 27. April 2012 geben. Dazu werden wir jede Woche einen Seminartag inhaltlich kurz vorstellen und mit Impressionen aus dem letzten Jahr unterstreichen.

Heute wollen wir mit dem Sonntag anfangen. Die Anreise solltet ihr zwischen 16 und 18 Uhr einplanen. Wir werden euch vor Ort begrüßen, dann könnt ihr eure Ferienwohnungen auf dem Schoppenhof beziehen und schon mal die nähere Umgebung und den nahen Schaalsee erkunden.

Nach einem sicher wieder sehr leckeren Abendessen wollen wir uns am Abend schon mal kennen lernen und euch einen Überblick üder den Ablauf der Woche geben.

    

Jetzt dauert es gar nicht mehr lange, bis wir die Teilnehmenden zum ersten Seminar am Grünen Band in diesem Jahr begrüßen dürfen. Wir wiederholen zunächst das Seminar “Von der Ostsee zum Schalsee”. Dazu werden wir wieder im gemütlichen Schoppenhof in Dargow zu Gast sein (www.schoppenhof.de).

     

Es gibt noch Karten für die Multivisions-Show von Andreas Kieling am 9.2.2012 im HR-Sendesaal in Frankfurt am Main. Nähere Informationen unter http://www.kieling-tour.de/tickets/#list

Leider ist es uns nicht möglich einen zweiten Termin für das Seminar an der Elbe in diesem Jahr anzubieten. Wir können diejenigen, die keinen Platz bekommen können, nur auf das nächste Jahr vertrösten – tut uns wirklich leid.

Der BUND und die Universität Kassel führen zur Zeit eine online-Umfrage zum Grünen Band durch. Vielleicht habt ihr ja Lust daran teilzunehmen. Hier geht es zur Umfrage:

http://www.bund.net/themen_und_projekte/gruenes_band/service/umfrage_zum_gruenen_band/

Mit seiner Fernsehdokumentation “Mitten im wilden Deutschland” und seinem Buch “Ein deutscher Wandersommer” hat er uns für die Seminarreihe am Grünen Band inspiriert. Jetzt kommt Andreas Kieling im Rahmen einer Vortragsreihe nach Frankfurt. Am 09. Februar 2012 ist er um 20 Uhr im Sendesaal des hr. Nähere Infos unter

http://www.kieling-tour.de/

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