Freitag – Abschluss und Heimreise

Da ist es schon wieder vorbei unser Seminar am Grünen Band zwischen Elbe, Altmark und Wendland – tolle Eindrücke von der Gegend bekommen. Kaum zu glauben, dass dieser wunderschöne Fluss 40 Jahre als eiserner Vorhang zwei deutsche Staaten getrennt hat – das ist glücklicherweise vorbei und man kann die Elbtalaue mit seiner ganzen Schönheit und Ruhe genießen. Davon konnten wir uns in dieser Woche intensiv überzeugen.

Die Teilnehmenden waren sehr zufrieden mit der Woche und so können auch wir zufrieden die Rückreise antreten und uns auf das Seminar hier im nächsten Jahr freuen.

Hier noch ein paar Impressionen der Woche:

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Freitag – Abschluss und Heimreise

Heute Radexkursion entlang der Elbe – und es regnet:-(

Heute hatten wir leider Pech mit dem Wetter. Wir hatten uns gerade aufgemacht mit den Fahrrädern die Elbe abwärts zu fahren, da fing es an zu regnen. Bis zu unserer ersten Station – dem Bauerhaus Pauli in Unbesandten ging es noch einigermaßen. Aber kaum waren wir dort angelangt, fing es an zu schütten. Frau Pauli kochte erst mal für alle einen Tee und so konnten wir uns in Ruhe die dortige Ausstellung anschauen und Frau Pauli erzählte uns ihre Geschichte auf dem Hof.
Das Bauernhaus ist ein weiterer Grenzerfahrungspunkt hier im „Vierländereck“. Die Familie Pauli hat das Bauernhaus selbst restauriert – von einer Ruine in ein wahres Schmuckstück verwandelt. Dabei war es ihr Anspruch, historische und ökologische Baumaterialien zu verwenden. So wurden die alten Eichenbalken des Fachwerkgebäudes saniert, die Ausfachungungen mit Ziegeln ausgemauert oder mit Lehmstaken versehen und das charakteristische Reetdach wieder hergestellt. In der Scheune befindet sich eine Ausstellung mit dem Titel „ÜberLeben im Sperrgebiet, die Familie Paulie sehr spannend hergerichtet hat.

Nachdem der Regen wieder etwas nachgelassen hat sollte es weitergehen zur Schmölener Binnendüne, der größten im gesamten Biosphärenreservat Elbe. Leider waren wir, als wir dort ankamen, alle ziemlich durchnässt, so dass wir die Führung mit dem Ranger des Biosphärenreservats nicht wirklich genießen konnten. Eigentlich sehr schade – ist die Binnendüne doch ein sehr spannender und vielseitiger Lebensraum und der Ausblick von dort auf die Elbtalaue einfach granios.

Nach kurzer Beratung beschlossen wir die Tour für heute in der nahen Festungsstadt Dömitz zu beenden, nicht mehr wie geplant zur „Dorfrepublik Rütersberg“ weiterzufahren und den Rücktransport mit „Mobil vor Ort“ von dort zu organisieren.

Nochmal ein großes Kompliment an die Teilnehmenden, die trotz des wirklich schlechten Wetter, tapfer durchgehalten haben.

   

Heute Radexkursion entlang der Elbe – und es regnet:-(

Mittwoch – Gruppenarbeit und Exkursion ins Rambower Moor

Heute hatten die Teilnehmenden zunächst die Möglichkeit in kleinen Gruppen sich zu spannenden Themen zu informieren.

Eine Gruppe beschäftigte sich mit der Problematik des Atommüllagers in dem nahegelegenen Gorleben. Gorleben in ganz Deutschland „berühmt“ ist nur ein winziges Dörfchen – das gelbe X, ansonsten im ganzen Wendland an allen Ecken zu sehen, ist im Dorf nicht zu finden. Das Atommüllzwischenlager ein Stück außerhalb ist von außen kaum zu erkennen, komplett videoüberwacht und kaum beschildert. Der Salzstock – das potenzielle Endlager – liegt noch ein Stück weiter. Das Informationszentrum zeigt die Erforschung des Salzstocks in den letzten 20 Jahren. Der Aufkleber zeigt die Ausrichtung des Infozentrums:

Eine zweite Gruppe war in der Stadt Lenzen unterwegs. Hier stehen viele Häuser leer, sllerdings sind auch einige Renovierungsbemühungen zu erkennen. Und die Teilnehmer finden, das mehr Leben im Ort zu erkennen ist, als man auf den ersten Blick sieht.
In einer ehemaligen LPG ist u.a. eine Filzwerkstatt untergebracht. Dieses Projekt wurde 1992 für arbeitslose Lenzener Frauen geschaffen. Heute arbeiten viele Frauen aber auch Männer hier. Die Teilnehmenden erfahren bei der Führung viel Neues über die Geschichte des Filzens, die Produktion und die Produkte, die man hier auch erwerben kann.
Außerdem befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen LPG ein alter Konsum-Laden aus DDR-Zeiten, der heute als Museum dient.
Ein weiterer spannender Punkt in Lenzen ist der Naturschau- und Lehrgarten. Hier hatten einige andere Teilnehmenden eine Führung durch die unterschiedlichen Gartenpflanzengruppen – Färberpflanzen, Medizinpflanzen, Kräuterpflanzen, Saft- und Marmeladenwiese, Obstwiese und Teich mit Wasserpflanzen. Entstanden ist das Projekt aus einer ABM-Maßnahme in den 90er Jahren, die heute mit „Ein-Euro-Jobbern“ betrieben wird.

Eine weitere Gruppe machte eine Radtour auf dem Elberadweg. Erste Station ist die Fischerkarte in Mödlich. In diesem Hotel-Restaurant direkt an der Elbe lebt man von den Radfahrern  und den Touristen, die auf dem Grünen Band unterwegs sind. Alle Mitarbeiter sind hier gnzjährig unbefristet beschäftigt – sehr bemerkenswert in dieser Branche. Die Hotelleitung und die Mitarbeiter sind wirtschaftlich gut aufgestellt und schauen positiv in die Zukunft.
Nächste Station ist die Stadt Dömitz, die in diesem Jahr ihre 750-Jahr-Feier begeht. Hier interviewen die Teilnehmenden einen 60Jährigen, der hier in der Stadt geboren wurde. Dabei kommt heraus, dass er das Grüne Band gar nicht kennt. Den BUND kennt er nur, weil die ihm immer das Angeln verbieten wollen. Er hat Verständnis, dass die Jungen die Stadt verlassen. Er hat auch nicht „Wir sind ein Volk“ geschrien, weil er das alles schon kommen sah.

Für einige Teilnehmenden stand eine Paddeltour auf der Löcknitz auf dem Programm. Dieser  Fluss war unterhalb von Lenzen sehr breit und nicht sehr interessant. Oberhalb aber wurde der Fluss deutlich interessanter. Hier wurde der Fluß enger, es gab viele Libellen und sogar Biberspuren.

Nach dem Abendessen stand dann noch eine Abendexkursion in das Rambower Moor auf dem Programm. Lange stand es nicht gut um das Moor. Nutzungsbedingte Entwässerungen der 70er und 80er Jahre führten zum Austrocknen der Torfe. Neu gebaute Stauenrichtungen in den Quellgräben halten nun das Wasser im Torfkörper. Das Ergebnis ist weithin sichtbar. Im Fokus des Aussichtturms „Rambower Moorblick“ befindet sich ein Flachsee, um den wir Grau- und Silberreiher, Graugänsed, Starschwärme, Kraniche und vieles mehr sehen konnten. Insbesondere die blauflüglige Ödlandschrecke beeindruckte die Teilnehmenden. Auch dem „Moorochsen“ so wird die Rohrdommel auch gennat, soll es hier geben.

 

Mittwoch – Gruppenarbeit und Exkursion ins Rambower Moor

Der zweite Seminartag an der Elbe – und wieder herrlicher Sonnenschein

Neuer Tag – viele neue Eindrücke!

Heute waren wir mit den Autos unterwegs entlang des Grünen Bandes Richtung Salzwedel. Die erste Station war die Wirler Spitze – ein Biotop und Gedenkort. Hier verläuft das Grüne Band durch ausgedehnte Kiefernwälder auf sandigen Böden. Im Zuge der Grenzsicherung wurden breite Schneisen in den Kiefernforst geschlagen, um eine optimale Übersicht des Grenzstreifens zu ermöglichen. Eine Besonderheit sind die Binnendünen hier an der Wirler Spitze – hier konnten sich Heiden und Trockenrasen entwickeln. Durch Pflegemaßnahmen ist sogar wieder der besonders seltene Ziegenmelker, eine nachtaktive Vogelart, anzutreffen.

  

Anschließend ging es ein paar Kilometer weiter nach Ziemendorf. Dort wurde in einer sanierten ehemaligen Grenzkaserne von einem aktiven Regensburger Paar ein sehr empfehlenswertes Pferdehotel eingerichtet. Die beiden Regensburger haben als alte Friedensaktivisten einen Kontrast zu dieser ehemaligen Kaserne setzen wollen und daraufhin ein Treppenhaus der Menschenrechte eingerichtet. Außerdem ist hier eine kleine Ausstellung zum Grünen Band zu sehen.

 

Wieder eine kleine Strecke weiter legten wir am Arendsee eine Mittagspause ein. Der Arendsee ist mit über 500 Hektar der größte und tiefste natürliche See Sachsen-Anhalts. Entstanden ist er durch Einbrüche des darunter liegenden Salzstocks. Zu  DDR-Zeiten war nur ein Teil des Sees frei zugänglich, denn die Sperrgebietsgrenze verlief mitten durch den See.

 

Die nächste Station war die Wüstung Jahrsau, die wir nach einer kleinen Wanderung erreicht haben. Diese Wüstungen verlässt man immer mit einem sehr mulmigen Gefühl. Man kann dort Nachspüren, wie es den Bewohnern gegangen sein muss, als plötzlich Soldaten und Stasi auf den Hof kamen und den Menschen erklärt wurde, so sollten sofort ihre Heimat verlassen und nur schnell ihre Sachen zusammen packen. Eine sehr traurige Episode in der Zeit der DDR.

   

Die letzte Station des heutigen Tages war der ehemalige Grenzturm Hoyersburg und das Bürgerholz Salzwedel. Der Stadtforst zählt zu den größten zusammenhängenden Erlenbruchwäldern Deutschlands, obwohl der Wasserstand im Bruchwald leider immer niedriger wird. Hier brüten Kranich und Schwarzstorch.

 

So geht ein weiterer schöner Tag zu Ende – alle sind voll an neuen Eindrücken!

Der zweite Seminartag an der Elbe – und wieder herrlicher Sonnenschein

Was für ein toller Start in das Seminar an der Elbe!!!

Der erste Seminartag war grandios 🙂
Nach einem leckeren Frühstück haben wir zunächst etwas über die Burg Lenzen, deren Geschichte und die aktuelle Nutzung erfahren. Der BUND hat die Burg in den 90er Jahren geschenkt bekommen, mit der Auflage hier ein Informationszentrum für das Biosphärenreservat Elbe sowie ein Tagungshaus einzurichten. Seit 2005 ist das Informationszentrum geöffnet und die Burg in mehreren Bauabschnitten zu dem entwickelt worden, was sie heute ist. Nähere Informationen unter www.burg-lenzen.de

Dann sind wir mit Fahrrädern in durch das Naturschutzgroßprojekt Lenzener Elbtalaue gefahren. Hier wurden wir mit den Deichrückverlegungsmaßnahmen vertraut gemacht. Ziel des Naturschutzgroßporjekts ist die Wiederherstellung einer naturnahen, dynamischen und funktionsfähigen Flußauenlandschaft. Durch die Rückverlegung des Deiches wurden zum einen zusätzliche Überflutungsflächen geschaffen, zum anderen ein Auenerlebnisraum mit einer Vielfalt an Auwald und Auengewässern hergestellt.

   

Nach einem scönen Picknick am „Bösen Ort“ ging es von  dort weiter zur Fähre nach Schnackenburg, wo wir uns das Grenzlandmuseum angesehen haben und sind anschließend zur Wüstung Stresow weitergeradelt sind. Dieser Ort wurde von der damaligen DDR-Regierung entsiedelt und abgerissen, weil er zu nah an den Sicherungsanlagen der ehemaligen innerdeutschen Grenze lag.

     

Weiter ging es über Kolonnenweg zum Klaus-Bahlsen Turm – von den Anwohnern Keksturm genannt – an der Seegeniederung und über Gartow zurück zur Elbe und dann wieder mit der Fähre nach Lenzen. Dort endete der schöne Tag mit einer Besichtigung des alten Wachturms am Elbufer.

    

… und das alles bei herrlichem Wetter und mit toller Begleitung durch die Mitarbeiterinnen des Informationszentrums Burg Lenzen – vielen Dank dafür.

Was für ein toller Start in das Seminar an der Elbe!!!

Jetzt geht es los – alle sind auf der Burg Lenzen angekommen:-)

Der zweite Schritt unserer Seminarreihe hat begonnen. Die 20 Teilnehmenden und wir zwei Teamer sind gut auf der Burg Lenzen angekommen. Das Abendessen war sehr lecker, die Zimmer sind super und die Atmosphäre der Burg ist wirklich sensationell!

Die Begrüßung und die Vorstellungsrunde ist vorbei und das Programm – so wie wir es uns überlegt haben – ist super bei den Teilnehmenden angekommen. Jetzt können wir erst mal beruhigt und zufrieden ins Bett gehen und uns auf den morgigen Tag freuen.

 

So kann es weiter gehen:-)

Jetzt geht es los – alle sind auf der Burg Lenzen angekommen:-)