Mittwoch – Gruppenarbeit und Exkursion ins Rambower Moor

Heute hatten die Teilnehmenden zunächst die Möglichkeit in kleinen Gruppen sich zu spannenden Themen zu informieren.

Eine Gruppe beschäftigte sich mit der Problematik des Atommüllagers in dem nahegelegenen Gorleben. Gorleben in ganz Deutschland „berühmt“ ist nur ein winziges Dörfchen – das gelbe X, ansonsten im ganzen Wendland an allen Ecken zu sehen, ist im Dorf nicht zu finden. Das Atommüllzwischenlager ein Stück außerhalb ist von außen kaum zu erkennen, komplett videoüberwacht und kaum beschildert. Der Salzstock – das potenzielle Endlager – liegt noch ein Stück weiter. Das Informationszentrum zeigt die Erforschung des Salzstocks in den letzten 20 Jahren. Der Aufkleber zeigt die Ausrichtung des Infozentrums:

Eine zweite Gruppe war in der Stadt Lenzen unterwegs. Hier stehen viele Häuser leer, sllerdings sind auch einige Renovierungsbemühungen zu erkennen. Und die Teilnehmer finden, das mehr Leben im Ort zu erkennen ist, als man auf den ersten Blick sieht.
In einer ehemaligen LPG ist u.a. eine Filzwerkstatt untergebracht. Dieses Projekt wurde 1992 für arbeitslose Lenzener Frauen geschaffen. Heute arbeiten viele Frauen aber auch Männer hier. Die Teilnehmenden erfahren bei der Führung viel Neues über die Geschichte des Filzens, die Produktion und die Produkte, die man hier auch erwerben kann.
Außerdem befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen LPG ein alter Konsum-Laden aus DDR-Zeiten, der heute als Museum dient.
Ein weiterer spannender Punkt in Lenzen ist der Naturschau- und Lehrgarten. Hier hatten einige andere Teilnehmenden eine Führung durch die unterschiedlichen Gartenpflanzengruppen – Färberpflanzen, Medizinpflanzen, Kräuterpflanzen, Saft- und Marmeladenwiese, Obstwiese und Teich mit Wasserpflanzen. Entstanden ist das Projekt aus einer ABM-Maßnahme in den 90er Jahren, die heute mit „Ein-Euro-Jobbern“ betrieben wird.

Eine weitere Gruppe machte eine Radtour auf dem Elberadweg. Erste Station ist die Fischerkarte in Mödlich. In diesem Hotel-Restaurant direkt an der Elbe lebt man von den Radfahrern  und den Touristen, die auf dem Grünen Band unterwegs sind. Alle Mitarbeiter sind hier gnzjährig unbefristet beschäftigt – sehr bemerkenswert in dieser Branche. Die Hotelleitung und die Mitarbeiter sind wirtschaftlich gut aufgestellt und schauen positiv in die Zukunft.
Nächste Station ist die Stadt Dömitz, die in diesem Jahr ihre 750-Jahr-Feier begeht. Hier interviewen die Teilnehmenden einen 60Jährigen, der hier in der Stadt geboren wurde. Dabei kommt heraus, dass er das Grüne Band gar nicht kennt. Den BUND kennt er nur, weil die ihm immer das Angeln verbieten wollen. Er hat Verständnis, dass die Jungen die Stadt verlassen. Er hat auch nicht „Wir sind ein Volk“ geschrien, weil er das alles schon kommen sah.

Für einige Teilnehmenden stand eine Paddeltour auf der Löcknitz auf dem Programm. Dieser  Fluss war unterhalb von Lenzen sehr breit und nicht sehr interessant. Oberhalb aber wurde der Fluss deutlich interessanter. Hier wurde der Fluß enger, es gab viele Libellen und sogar Biberspuren.

Nach dem Abendessen stand dann noch eine Abendexkursion in das Rambower Moor auf dem Programm. Lange stand es nicht gut um das Moor. Nutzungsbedingte Entwässerungen der 70er und 80er Jahre führten zum Austrocknen der Torfe. Neu gebaute Stauenrichtungen in den Quellgräben halten nun das Wasser im Torfkörper. Das Ergebnis ist weithin sichtbar. Im Fokus des Aussichtturms „Rambower Moorblick“ befindet sich ein Flachsee, um den wir Grau- und Silberreiher, Graugänsed, Starschwärme, Kraniche und vieles mehr sehen konnten. Insbesondere die blauflüglige Ödlandschrecke beeindruckte die Teilnehmenden. Auch dem „Moorochsen“ so wird die Rohrdommel auch gennat, soll es hier geben.

 

Mittwoch – Gruppenarbeit und Exkursion ins Rambower Moor

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