Freitag – jetzt ist schon wieder vorbei:-(

Kaum zu glauben, wie schnell so eine Woche rum ist. Wir sind so voller neuer Eindrücke, dass es bestimmt ein paar Tage dauert, diese zu verarbeiten und sich setzen zu lassen.
Von Ort zu Ort entlang des Grünen Bandes war anstrengend, aber vor allem sehr eindrucksvoll. Wir konnten uns ein Bild machen von der ehemaligen innerdeutschen Grenze und was von ihr geblieben ist. Auf der einen Seite ist es schön, dass sich die Natur die Gebiete so schnell zurückerobert. Auf der anderen Seite ist es aber auch wichtig die noch bestehenden Erinnerungsorte zu erhalten, um immer wieder auf die Zeit der deutschen Teilung aufmerksam zu machen und an die perfiden Grenzsicherungsanlagen zu erinnern. Der Spagat zwischen Naturschutz und Geschichte begleitet uns jetzt schon drei Seminare von der Ostsee bis ins Harzvorland und genau das macht dieses Projekt der Seminarreihe am Grünen Band so ausgesprochen spannend!

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren alle sehr zufrieden mit der Seminarwoche. Natürlich gibt es bei einem solchen Pilotseminar immer Verbesserungsansätze und konstruktive Kritik, die wir gerne im nächsten Jahr berücksichtigen werden – vielen Dank dafür.

Hier noch ein paar Impressionen voon dieser Woche:

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Freitag – jetzt ist schon wieder vorbei:-(

Donnerstag – von Helmstedt durch das Große Bruch nach Schöppenstedt

Heute geht es mit dem Bus zunächst zum Lappwaldsee – einem ehemaligen Braunkohletagebaugebiet, das rekultiviert wird. Dort haben wir eine interessante Führung mit Herrn (Name wird noch eingefügt).  Hier wurde zur Zeit der deutschen Teilung  von beiden deutschen Staaten Kohle abgebaut. Die ehemalige Grenze verlief mitten durch den Tagebau, so dass die DDR extra mobile Kontrolltürme gebaut hat und immer wieder die Grenzanlagen versetzt hat. Eine sehr spannende Geschichte, die sichlich einzigartig an dieser innerdeutschen Grenze war.
Heute wird keine Kohle mehr abgebaut und die Landschaft rekultiviert. Der ehemalige Tagebau wird geflutet und es entsteht ein Freizei- und Erholungsgebiet. Der Lappwaldsee wird, wenn er 2030 vollgelaufen ist, der viertgrößte See Niedersachsens sein.

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Danach ging es weiter zum Großen Bruch. In Wulferstedt trafen wir drei Mitglieder des BUND, die uns hier führen wollten. Zunächst ging es ins nahe Naturschutzgebiet, wo wir vieles über die Besonderheiten hier vor Ort erfuhren. Dann ging es weiter  zu den Aderstedter Teichen. Diese wurden vor einigen Jahren dem BUND übertragen. Hier haben Ornithologen ihre ware Freude – Rohrammer, Rohrsänger, Kuckkuck und als Highlight ein Blaukehlchen!
Die dritte Station bildete dann eine Kalktuffquelle. Das kalkige Wasser der Quelle führt dazu, dass Moose und andere Kleinpflanzen verkalken, dadurch hart und schließlich zu Tuffkalkstein werden – sehr beeindrckend.
Nochmal vielen Dank an Sina Schröder vom BUND, die das alles für uns organisiert hat.

Storchennest in Wulferstedt
Storchennest in Wulferstedt
Aderstedter Teiche
Aderstedter Teiche
Tuffkalkstein
Tuffkalkstein
Kalktuffquelle
Kalktuffquelle
Donnerstag – von Helmstedt durch das Große Bruch nach Schöppenstedt

Mittwoch – Rundfahrt Grenzenlos ab Helmstedt

Heute konnten wir es, nach den beiden anstrengenden Tagen zuvor, etwas langsamer angehen lassen. Nach einem guten Frühstück im Hotel in Wolfsburg, ging es um kurz nach 11 Uhr mit der Bahn über Braunschweig nach Helmstedt. Hier empfing uns Frau Laß am Zonengrenzmuseum und führte uns durch die Ausstellung.

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Von dort ging es mit dem Bus zur Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn. Hier hat ein engagierter Verein große Teile des ehemaligen Grenzübergangs erhalten. Die Führung mit Frau Laß ht uns wieder einmal gezeigt wie perfide diese ehemalige Grenze mit all seinen menschenverachtenden Anlagen war. Zum wiederholten Mal hinterlässt ein solcher Ort Beklemmungen und Wut bei uns allen.

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Die dritte Station war dann das Grenzdenkmal in Hötensleben. Hier ist ein ganzes Stück der ehemaligen Grenzanlagen am Originalort erhalten. Der damalige Bürgermeister von Hötensleben hat sich dem Beschluss des Bundestages widersetzt, alle Grenzanlagen abzureißen. Heute kann man sagen: „Super gemacht!“ Denn hier bekommt man einen wirklichen Eindruck, wie es war und welch geringe Chancen bestanden einen Fluchtversuch erfolgreich zu Ende zu bringen. Deshalb ist es auch gut, dass dieses Grenzdenkmal inzwischen auch unter Denkmalschutz gestellt wurde.

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So geht ein weiterer spannender Tag zu Ende. Am Abend haben wir noch einen Film über das Grüne Band geschaut und sind mit Spannung auf den morgigen Tag ins Bett gegangen.

Mittwoch – Rundfahrt Grenzenlos ab Helmstedt

Am Dienstag geht es zu Fuß durch den Drömling

Heute haben wir uns den Naturpark Drömling etwas genauer angesehen. Gemeinsam mit einem Ranger des Naturparks sind wir am Grenzlehrpfad in Zicherie gestartet. Dort konnten wir uns ein Bild der ehemaligen Grenze machen und den menschenverachtenden Sperranlagen machen. Weiter ging es von dort bis zur schwarzen Brücke an der Ohre am Rand des Naturschutzgebietes. Kurz vorher hat uns Herr Köber, der Ranger noch die Konik-Herde, eine halbwilde Pferderasse, gezeigt, die zum Landschaftsschutzeingesetzt werden. Eine Besonderheit der Herde konnten wir schnell entdecken. Mitten in der Herde befand sich eine Hirschkuh, die sich schon in frühem Alter der Konikherde angeschlossen hat und von diesen akzeptiert wird – eine Hischkuh, die sich als Pferd fühlt – ein irre Geschichte, die uns Herr Köber da erzählt und gezeigt hat.

Weiter ging es durch die typische Drömlinglandschaft bis zur Infostelle Buchhorst, wo wir uns von Herrn Köber verabschiedet haben – nochmal vielen Dank:-)

Den Rest des Weges bis Oebisfelde sind wir dann alleine gegangen und von dort mit dem Zug nach Wolfsburg gefahren. Dort haben wir unser Hotel bezogen und uns in einem nahen Restaurant zum, Abendessen getroffen. Nach den ca 22 Kilometern waren wir alle etwas geschafft und es heißt jetzt Blasen verarzten, Wehwehchen auskurieren und dann schlafen – ein superschöner Tag!

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Am Dienstag geht es zu Fuß durch den Drömling

Der erste Seminartag – entlang der Ohreaue

Der Montag beginnt mit Sonnenschein – bestes Seminarwetter und die Laune ist super!

Nach einer kurzen spielerischen Einführung haben wir in Hanum direkt am Grünen Band Frau Palenberg vom Otterzentrum Hankensbüttel getroffen. Sie hat uns einen sehr schönen Weg direkt an der Ohre begleitet und uns einiges über ihr Projekt dort erzählt. Hier werden Flächen entlang der Ohre dem Naturschutz zugeführt und renaturiert sowie Lebensräume für Otter und Co geschaffen. Ein schöner Weg – teilweise durch hohes Gras, Binsen, Seggen und Brennnessel führte uns von Hanum bis nach Gladdenstedt mit vielen spannenden Informationen – eine super Tour. Vielen Dank an Frau Palenberg für diese tollen Eindrücke!

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Dann ging es weiter nach Wendischbrome. Unterwegs war noch ein kurzes Picknick eingeplant. Dann haben wir in der Nähe von Wendischbrome Herrn Blanke vom Naturschutzverein Brome getroffen. Er hat uns dann von dort bis in die Nähe von Zicherie geführt. Unterwegs hat er uns immer wieder Biberspuren gezeigt und uns viel über dieses Tier erzählt. Mitten in Brome hatte ein Biber einen Baum erst vor ein paar Tagen gefällt – sehr beeindruckend. Auch Herrn Blanke danken wir für die sehr schöne Tour!

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Leider waren wir für unseren dritten Termin an diesem Tag etwas zu spät, so dass wir das Treffen am Grenzlehrpfad in Zicherie ausfallen lassen mussten. Nach ca. 15-16 Kilometern sind wir müde, aber sehr zufrieden im Hotel Hubertus angekommen. Ein leckeres Abendessen und noch das ein oder anderen Getränk und wir mit konnten mit großer Vorfreude auf den nächsten Tag ins Bett gehen.

Der erste Seminartag – entlang der Ohreaue

Jetzt geht es los…

… wir sind in Wittingen angekommen, haben unser erstes Hotel (Wittinger Tor) bezogen und haben eine erste Runde mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern hinter uns – lauter alte Bekannte aus früheren Seminaren. Das sollte das Seminar vereinfachenJ

Das Abendessen war super und auch die Zimmer sind echt toll. Es wird schwer werden, dieses Niveau zu halten in den nächsten Tagen.

Nach einer kurzen Runde durch das kleine Städtchen Wittingen – das auf uns einen eher verlassenen Eindruck macht – gehen wir mit großer Vorfreude ins Bett und sind gespannt, was die Woche so bringen wird.

Hotel Wittinger Tor
Hotel Wittinger Tor

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Jetzt geht es los…