Donnerstag, 22.08.2014

Heute starteten wir zur zweiten Radexkursion in dieser Woche. Bei deutlich besserem Wetter als am Montag ging es die Elbe abwärts. Erste größere Station war der Bauernhof Pauli in Unbesandten – ein wirklich toller Fleck direkt hinter dem Elbdeich. Das Ehepaar Pauli hat sich richtig Zeit für uns genommen und uns ihren tollen Hof gezeigt. Sie haben das Baunhaus aus dem 18. Jahrhundert nach eigenen Ideen und vieles auch mit ihren eigenen Händen restauriert . So konnten sie das alte Fachwerkhaus mit Reetdach im Niedrigenergiehausstandard renovieren – wirklich beeindruckend. Noch beindruckender fand die Gruppe aber den tollen Garten und vor allem die vielen Laubfrösche, die dort zu finden waren. Der Laubfrosch, der inzwischen in vielen Teilen Deutschlands als fast ausgestorben gilt, findet in der Elbaue noch ausreichend Lebensräume, die für ihn wichtig sind. Auch die Ausstellung im Stall des Bauernhofes über die Renovierung, die Geschichte des Hauses im Speerbezirk in der DDR und das Grüne Band ist sehr spannend.

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So verging die Zeit wie im Flug und wir mussten uns beeilen, unser nächstes Ziel anzusteuern. An der Schmölener Düne erwartete uns schon Herr Lux vom Biosphärenreservat. Auf unserem Dünenrundgang informierte er uns über die Besonderheiten dieser, mit über 40 Metern Höhe, größten Binnendüne an der Elbe.   Auch dieser Lebensraum bietet einen Rückzugsort für viele spezialisierte Arten. Hier brütet der Wiedehopf, hier baut der Ameisenlöwe seine Sandtrichter und hier leben in den Randgebieten seltene Pflanzen, wie der wilde Thymian u.a.  auf den Trockenrasenstandorten.

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Danach ging es weiter nach Dömitz mit seiner mittelalterlichen Festungsanlage. Hier konnten die Teilnehmer auf eigene Faust die Stadt erkunden, im alten Speicher am Hafen die Zeit genießen oder auch die beiden Elbbrücken anschauen. Die eine, eine alte Eisenbahnbrücke, wurde 1945 am Ende des Zweiten Weltkriegs von der deutschen Wehrmacht gesprengt, um den Vormarsch der Roten Armee zu behindern. Die andere, eine neue Straßenbrücke wurde 1992, als erste neue Brücke über die Elbe nach der Wiedervereinigung, für den Verkehr freigegeben.

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Am Abend Stand dann noch ein Film – „Vom Todesstreifen zur Lebensader – Das grüne Band“ – auf dem Programm, um den wirklich schönen Tag noch entsprechend abzuschließen.

Donnerstag, 22.08.2014

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