Noch drei Monate bis zum neuen Seminar am Grünen Band in der Rhön

Kaum ist das Seminar zwischen Eichsfeld und Werratal vorbei, stehen auch schon die finalen Planungen für das neue Seminar, den sechsten Schritt der Seminarreihe „Das Grüne Band – im Biosphärenreservat Rhön“ an.

Los geht es in drei Monaten am 11. September in Geisa. Gemeinsam mit der Point Alpha Stiftung werden wir hier die ersten drei Seminartage im nördlichen Teil der Rhön gestalten. Am Mittwoch geht es dann für die beiden letzten Seminartage weiter nach Oberelsbach in der bayerischen Rhön, um von dort das Grüne Band zwischen bayerischer und thüringischer Rhön zu erkunden.

Die Teilnehmenden stehen fest und können ihre Anreise planen – wir müssen dem Programm noch den letzten Feinschliff geben und alle Kontakte festklopfen:-)

Hier noch ein paar Eindrücke vom Grünen Band in der Rhön:

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Noch drei Monate bis zum neuen Seminar am Grünen Band in der Rhön

Die Audiodokumentation von letzter Woche ist online

Wie schon während des Seminars angekündigt, haben wir erstsmals eine Audiodokumentation für das Seminar zwischen Eichsfeld und Werratral erstellt, die ab sofort auf unserer Soundcloudseite abrufbar ist. Hier der Link:

Viel Spaß beim Nachhören 🙂

Die Audiodokumentation von letzter Woche ist online

Schon wieder ging die Semianrwoche viel zu schnell vorbei…

… so dass wir am Freitag nach Frühstück und Zimmer räumen nur noch einen Blick zurück auf die Woche werfen konnten, um daraus Überlegungen anstellen zu können, wie es mit der Region und im Speziellen mit dem Grünen Band in der Region weitergehen könnte. Nach dem folgenden Resümee, den üblichen Formalitäten und der obligatorischen Seminarkritik, hieß es dann Abschied nehmen von den Teilnehmer_innen und dem Grünen Band – zwischen Eichsfeld und Werratal.

Zum Abschluss hier noch ein paar Impressionen aus der Seminarwoche:

Schon wieder ging die Semianrwoche viel zu schnell vorbei…

Auf der Werra zwischen Mihla und Wanfried am Donnerstag

Am Donnerstag ging es nach dem Frühstück mit den Autos ins Thüringische Mihla. Unterwegs haben wir noch zwei Autos in Wanfried abgestellt, um später die anderen Autos in Mihla abholen zu können.
In Mihla erwartete uns schon der Kanuverleiher mit der Ausrüstung für den heutigen Tag. Nachdem jede_r mit Padel und Schwimmweste ausgerüstet und das Gepäck  wasserdicht in Tonnen und Packsäcken verstaut war, ging es nach einer kurzen Paddelschule in den Kanus auf die Werra.

Jetzt geht es los :-)
Jetzt geht es los 🙂
Erste Meter auf der Werra
Erste Meter auf der Werra

Nach wenigen hundert Metern haben wir dann zum ersten Mal die Kanus zusammengebracht und ein großes Floß gebildet. Hier konnten wir dann den Teilnehmer_innen viele Informationen über die Werra sowie den Kaliabbau und die damit verbundene Versalzung der Werra geben.

Informationen unterwegs
Informationen unterwegs
auf der Werra
auf der Werra

Anschließend haben wir uns mal fünf Minuten einfach nur treiben lassen, nichts gesagt und mal nur auf die Geräusche und Eindrücke um uns rum geachtet – eine interessante Erfahrung!

Nach ca. zehn Kilometern kamen wir dann an ein Wehr, an dem wir die Kanus verlassen mussten, um das Wehr zu umtragen. Wieder in den Booten mussten wir leider feststellen, dass ab hier viel Müll, Baumstämme und anderes Treibgut die Werra abwärts trieben. Wahrscheinlich wurde aufgrund der Unwetter in den letzten Tagen so viel angespült, dass an dem Wehr der Rückhalterechen geöffnet werden musste.

Beim Umtragen der Kanus
Beim Umtragen der Kanus

 

Einfach mal treiben lassen und die Geräusche wirken lassen
Einfach mal treiben lassen und die Geräusche wirken lassen

Ein paar Kilometer weiter erreichten wir Treffurt und danach die ehemalige innerdeutsche Grenze und das Grüne Band. Wir konnten den Teilnehmer_innen zeigen, dass die ehemalige Grenze hier entgegen der sonst üblichen Praxis nicht dauerhaft entlang der Werra in der Flußmitte verlief, sondern vielmehr den Fluß mehrfach schnitt und somit mal rechts und mal links der Werra verlief, wie auf dem folgenden Bild zu erkennen ist.

ehemalige innerdeutscher Grenzverlauf bei Treffurt
ehemalige innerdeutscher Grenzverlauf bei Treffurt

Leider fing es gerade hier an zu regnen, so dass der Spaß und das Interesse an weiteren Informationen verständlicherweise abnahmen.

Zu allem Überfluss ist kurz vor dem Ziel dann auch noch ein Boot gekentert, so dass alle anderen helfen mussten, um die „Nassen“ dann zurück in ihr Boot zu bringen, was bei der Strömung an dieser Stelle nicht so einfach war. Zum Glück hat sich keiner ernsthaft verletzt – die verlorene Brille ist zu ersetzen 😉

leider gekentert :-(
leider gekentert 😦

In Wanfried, am dortigen Wehr angekommen, endete dann die trotz allem spannende Tour auf dem salzreichsten Fluss Europas! Die trockenen Kleider in den dort abgestellten Autos waren super und der warme Kaffee im Anschluss tat allen gut!

Auf der Werra zwischen Mihla und Wanfried am Donnerstag

Am Mittwoch zu Fuß ans Grüne Band auf der Gobert

Heute ging es nach dem Frühstück mit den Autos nach Hitzelrode am Fuße der Gobert,. Dort haben wir unseren heutigen Begleiter Wolfram Brauneis getroffen. Nach der Begrüßung ging es zunächst den Berg hinauf zum Hochplateau der Gobert. Unterwegs erklärte uns Herr Brauneis die verschiedenen Pflanzen am Wegesrand (ährliche Teufelskralle, Waldhyazinthe u.a.) und wies uns immer wieder auf die unterschiedlichen Vogelstimmen von Fitis über Singdrossel und Zaunkönig bis hin zum Mäusebussard – um nur einige zu nennen. Auch die unterschiedlichen Baumarten wie Sommerlinde, Esche, Berg-, Spitz- und Feldahorn, die neben der dominanten Buche hier zu finden sind, haben wir intensiv besprochen.

Auf dem Hochplateau angekommen ging es dann entlang der ehemaligen Grenze zunächst auf hessischer Seite durch einen tollen Buchenwald bis zur „Schönen Aussicht“, von wo wir einen herrlichen Blick ins Werratal bis nach Bad Sooden-Allendorf hatten. Von hier ging es ins Offenland des ehemaligen Grenzstreifens nach Thüringen. Hier konnten wir die Besonderheiten der heimischen Blumenvielfalt bewundern. Neben Akelei, Anemone, Türkenbund und blauer Teufelskralle vor allem Orchideenarten wie der beeindruckende Frauenschuh oder Knabenkräuter, wie das gefleckte oder das prächtige Knabenkraut. Das war für uns alle sehr beeindruckend!

 

Weiter ging es über den ehemaligen Kolonnenweg bis zu einer kleinen Rasthütte „Am Sägewerk“, wo wir bei einem kleinen Picknick noch sehr interessante Gespräche mit Herrn Brauneis über sein Leben, sein Engagement für den Naturschutz insbesondere für die Wiederansiedlung der Wanderfalken, aber auch über Rotmilane und deren Gefährdung durch die aktuelle Debatte über die Windkraft führen konnten.

Von dort ging es bei inzwischen einsetzendem Regen zurück nach Hitzelrode, wo wir uns bei Wolfram Brauneis für die spannende, informative und abwechslungsreiche Führung bedanken konnten.

Nach dem Abendessen steht jetzt noch ein Filmabend auf dem Programm, um den Tag entsprechend abzurunden J

Am Mittwoch zu Fuß ans Grüne Band auf der Gobert

Seminartag 2: Wanderung auf dem Kolonnenweg, Grenzlandmuseum und Zeitzeugin…

… und vor allem super Wetter! J

Heute haben wir nach einem letzten leckeren Frühstück in Brochthausen unser Gepäck in die Autos gepackt und sind zum Wanderparkplatz an der Sielmannhütte aufgebrochen. Nach dem Umparken der Autos ging es dort zu nächst auf dem benachbarten Magerrasen mit einer aktiven Einheit zu diesem besonderen Lebensraum los. Auch heute waren wir mit Romulo von der Sielmann Stiftung unterwegs und er hat uns gleich auf ein paar typische Pflanzen des Magerrasens aufmerksam gemacht.

Von der Sielmannhütte  sind wir dann über den Kolonnenweg in Richtung WestÖstlichesTor gewandert. Unterwegs haben wir einen Schäfer getroffen, der mit seinen Schafen und Ziegen hier am Grünen Band Landschaftspflege betreibt, indem die Tiere die Wiesen offen halten und eine  Verbuschung verhindern. Auf dem weiteren Weg haben wir Neuntöter, Rotmilan und andere spannende Vogelarten beobachten können. Am WestÖstlichenTor angekommen haben wir eine erste kurze Rast eingelegt, die wir mit Informationen über dieses Landart-Kunstwerk gefüllt haben.

An der Sielmannhütte
An der Sielmannhütte
Schafe und Ziegen bei der Landschaftspflege
Schafe und Ziegen bei der Landschaftspflege
Das WestÖstlicheTor
Das WestÖstlicheTor

Das Tor steht an exponierter Lage ungefähr auf dem geografischen Mittelpunkt des Grünen Bands Deutschland. Zwei Eichenstämme symbolisieren das geteilte Deutschland, die durch eine Edelstahlplatte verbunden die Einheit Deutschlands darstellen. Die vierzig jungen Eichen rundum sollen in Zukunft, wenn dann die beiden alten Stämme langsam verrotten, weiterhin diese Einheit darstellen, die wächst und gedeiht. Bei der Einweihung des WestÖstlichenTors 2002 konnte Michael Gorbatschow als Pate gewonnen werden. Hier entstand dann auch die Idee eines Grünen Bands Europa vom Nordmeer bis zum Schwarzen Meer.

Romulo nutzte den Rest der Pause, um uns mit Rotmilanfedern, diesen Vogel etwas näher zu bringen.

Nach der Pause ging es weiter entlang des Grünen Bandes durch ein Gebiet, wo das Grüne Band heute nur noch an der Waldsukzessionsfläche zu erkennen ist. Hier schließt sich an einen alten Waldbestand eine Fläche jungen Waldes an, der auf dem ehemaligen Grenzstreifen durch Anpflanzungen unterstützt jetzt einer natürlichen Entwicklung überlassen wird.

unterwegs auf dem Kolonnenweg
unterwegs auf dem Kolonnenweg
unterwegs auf dem Kolonnenweg
unterwegs auf dem Kolonnenweg

Im Grenzlandmuseum in Teistungen angekommen, ging es dann zunächst im Außengelände weiter. Hier ist auf ca. einem Kilometer die ehemalige Grenze noch in einem sehr anschaulichen Zustand erhalten, um nachfolgenden Generationen die Unmenschlichkeit dieser ehemaligen innerdeutschen Grenze bewusst zu machen. Naben Bunkern, Streckmetallzaun, Kfz-Sperrgraben ist auch ein Führungsturm erhalten, den wir besichtigen konnten.

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vor dem Grenzlandmuseum
vor dem Grenzlandmuseum

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ehemaliger Grenzturm
ehemaliger Grenzturm

Nach einer aufgrund der vorgerückten Zeit sehr kurzen Runde durch die Museumsausstellung hatten wir dann noch ein Gespräch mit einer Zeitzeugin aus Teistungen, die die ehemalige Grenze hautnah erlebt hat. Frau Apel berichtete uns sehr spannend und kurzweilig über das Leben in der DDR und insbesondere über das Leben im Speergebiet nahe der ehemaligen Grenze. Keine unserer Fragen ließ sie unbeantwortet oder war ihr unangenehm. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle nochmal ganz herzlich bei Frau Apel bedanken.

Gespräch mit Frau Apel
Gespräch mit Frau Apel
Frau Apel aus Teistungen
Frau Apel aus Teistungen

Nach diesem interessanten Termin ging es dann weiter in Richtung Eschwege, was sich aufgrund vieler Baustellen und damit verbundenen Umleitungen als sehr anstrengend herausgestellt hat und wir entsprechend geschafft nach dem langen, spannenden und auch anstrengenden Tag in unserem zweiten Hotel – der Kochsberg-Europa-Akademie- angekommen sind.

Fazit: Ein spannneder Tag mit vielen Informationen, neuen Eindrücken und spannenden Begegnungen bei super Wetter!!!

Seminartag 2: Wanderung auf dem Kolonnenweg, Grenzlandmuseum und Zeitzeugin…