Freitag, 23.08.2013

Leider ist die Woche wie im Flug vergangen – neue Eindrücke haben wir mitgenommen und die einzigartige Flussaue der Elbe erlebt. Die Natur ist hier wunderschön und auch die Artenvielfalt hat uns alle begeistert.

Die ehemalige Grenze ist hier an vielen Orten noch sichtbar und auch in den Köpfen vieler Menschen, die hier leben, ist diese Grenze noch nicht verarbeitet. Es war wieder, wie auch schon an anderen Orten während dieser Seminarreihe, bedrückend zu sehen, wie unmenschlich diese Grenze war. Die Wüstung Jahrsau hat viele der Teilnehmenden sehr nachdenklich gemacht, trotz des sehr unbequemen Weges mit Brennnesseln u.ä.

Auch die Auswirkungen des diesjährigen Hochwassers war während der Seminarwoche immer wieder Thema. Insbesondere die Deichrückverlegung in der Lenzener Elbtalaue und deren positiven Auswirkungen auf den Hochwasserstand waren sehr spannend. Aber auch Herr Pauli hat sehr eindringlich das Leben mit der Hochwassergefahr geschildert.

Die Gastfreundschaft auf der Burg Lenzen war wieder super und die Zusammenarbeit mit dem Infozentrum und dem BUND war phänomenal – vielen Dank dafür! Gerne kommen wir im nächsten Jahr wieder!

 

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Freitag, 23.08.2013

Donnerstag, 22.08.2014

Heute starteten wir zur zweiten Radexkursion in dieser Woche. Bei deutlich besserem Wetter als am Montag ging es die Elbe abwärts. Erste größere Station war der Bauernhof Pauli in Unbesandten – ein wirklich toller Fleck direkt hinter dem Elbdeich. Das Ehepaar Pauli hat sich richtig Zeit für uns genommen und uns ihren tollen Hof gezeigt. Sie haben das Baunhaus aus dem 18. Jahrhundert nach eigenen Ideen und vieles auch mit ihren eigenen Händen restauriert . So konnten sie das alte Fachwerkhaus mit Reetdach im Niedrigenergiehausstandard renovieren – wirklich beeindruckend. Noch beindruckender fand die Gruppe aber den tollen Garten und vor allem die vielen Laubfrösche, die dort zu finden waren. Der Laubfrosch, der inzwischen in vielen Teilen Deutschlands als fast ausgestorben gilt, findet in der Elbaue noch ausreichend Lebensräume, die für ihn wichtig sind. Auch die Ausstellung im Stall des Bauernhofes über die Renovierung, die Geschichte des Hauses im Speerbezirk in der DDR und das Grüne Band ist sehr spannend.

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So verging die Zeit wie im Flug und wir mussten uns beeilen, unser nächstes Ziel anzusteuern. An der Schmölener Düne erwartete uns schon Herr Lux vom Biosphärenreservat. Auf unserem Dünenrundgang informierte er uns über die Besonderheiten dieser, mit über 40 Metern Höhe, größten Binnendüne an der Elbe.   Auch dieser Lebensraum bietet einen Rückzugsort für viele spezialisierte Arten. Hier brütet der Wiedehopf, hier baut der Ameisenlöwe seine Sandtrichter und hier leben in den Randgebieten seltene Pflanzen, wie der wilde Thymian u.a.  auf den Trockenrasenstandorten.

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Danach ging es weiter nach Dömitz mit seiner mittelalterlichen Festungsanlage. Hier konnten die Teilnehmer auf eigene Faust die Stadt erkunden, im alten Speicher am Hafen die Zeit genießen oder auch die beiden Elbbrücken anschauen. Die eine, eine alte Eisenbahnbrücke, wurde 1945 am Ende des Zweiten Weltkriegs von der deutschen Wehrmacht gesprengt, um den Vormarsch der Roten Armee zu behindern. Die andere, eine neue Straßenbrücke wurde 1992, als erste neue Brücke über die Elbe nach der Wiedervereinigung, für den Verkehr freigegeben.

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Am Abend Stand dann noch ein Film – „Vom Todesstreifen zur Lebensader – Das grüne Band“ – auf dem Programm, um den wirklich schönen Tag noch entsprechend abzuschließen.

Donnerstag, 22.08.2014

Mittwoch, 21.08.2014

Heute stand zunächst eine Bootstour mit der „kleinen Dott“  über  die Elbe auf dem Programm. Um 10 Uhr starteten wir im Hafen in Lenzen. Unser Kapitän Heinrich und Sabine Forberg  vom Infozentrum der Burg Lenzen sind mit uns ein großes Stück die Elbe aufwärts gefahren. Unterwegs haben Sie uns immer wieder mit spannenden Informationen über die Elbtalaue und die angrenzenden Gebiete rechts und links versorgt. Das war eine spannender Ausflug. Die Gegend vom Fluss aus zu erleben zeigte noch mal ganz besondere Eindrücke der Gegend. Außerdem haben wir auch jede Menge Vögel gesehen: Kraniche, Grau- und Silberreiher, Kiebitze, Seeadler, Rotmilan und vieles mehr

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Am Nachmittag konnten die Teilnehmenden dann in kleinen Gruppen auf eigene Faust die Gegend erkunden, um ihren individuellen Interessen nachzuforschen. Die Gruppenergebnisse werden dann am Freitag in der Abschlussrunde vorgestellt und ausgewertet.

Nach dem Abendessen stand dann noch die Exkursion ins Rambower Moor auf dem Programm. Mit Heiko, einem weiteren Mitarbeiter des Infozentrums, sind wir mit den Autos ins nahegelegene Moor gefahren. Dort hat er uns über die Besonderheiten dieses Lebensraums informiert und unseren Blick auf diesen zu erhaltenden und bedrohten Lebensraumtyp geschärft. Auch die Besonderheiten des Rambower Moors, ein Durchflutungsmoor oder auch Niedermoor, mit einzigartiger Artenvielfalt von der wir uns direkt vor Ort überzeugen konnten. Kaum angekommen sprangen schon viele Gras- und Moorfrösche vom Weg. Verschiedene Schmetterlinge waren zu sehen und dann am Aussichtsturm angekommen konnten wir dann neben riesigen Starenschwärmen den Einflug der Kraniche – sicher mehrere Jausend – beobachten, die hier im Moor ihren Schlafplatz aufgesucht haben. Immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis!

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Mittwoch, 21.08.2014

Dienstag, 20.08.2013

Heute ist das Wetter besser – es scheint sogar ab und an die Sonne und vor allem kein Regen .-)

Um neun Uhr ging es los – Dieter Leupold vom BUND Sachsen-Anhalt führte uns zunächst zur Wirlspitze, einem Teil der ehemaligen Grenze, die aufgrund der Offenhaltung des Todesstreifens heute eine Heidelandschaft bildet, einem einzigartigen Lebensraum für viele Arten von Tieren und Pflanzen.

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Weiter ging es zur ehemaligen Grenzkaserne in Ziemendorf, die heute ein Pferdehotel beherbergt. Dort gibt es neben einer Ausstellung zum Grünen Band auch das Treppenhaus der Menschenrechte, dass uns sehr beeindruckt hat.

Von dort waren es nur ein paar Kilometer zum Arendsee. Während der dortigen Mittagspause konnten wir bei der Fischerei Kagel die Delikatesse des Arendsees probieren – die kleine Maräne – geräuchert wirklich sehr lecker.

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Unsere letzte Station am heutigen Tag war die Wüstung Jahrsau einige Kilometer weiter in Richtung Salzwedel. Ein weiteres geräumtes und geschleiftes Dorf direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Hier konnten wir noch die Reste der vier Bauernhöfe im Wald unter Brennnesseln entdecken. Außerdem konnten wir hier in enem feuchten Gebiet am Grünen Band Vögel wie Raubwürger, Rotmilan und Neuntöter entdecken, die diesen Lebensraum genauso brauchen, wie das Symboltier des Grünen Bandes – das Braunkehlchen.

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Dienstag, 20.08.2013

Montag, 19.08.2013

Nach einem leckeren Frühstück hat uns Sabine Gerstner vom Infozentrum der Burg Lenzen zunächst etwas über die Geschichte der Burg, das derzeitige Projekt des BUND auf der Burg und das Infozentrum erzählt. Dann ging es direkt los zur ersten Fahrradexkursion. Die Fährräder wurden beim Verleiher um die Ecke abgeholt und los ging es zur Elbe. Dort steht direkt an der Elbfähre bei Lenzen noch ein ehemaliger Grenzturm aud DDR-Zeiten. Diesen haben wir bestiegen und uns die dortige kleine Ausstellung angesehen und einen Blick auf das Elbtal geworfen. Leider hat es schon kurz nach unserem Start auf der Burg angefangen zu regnen 😦

Dann ging es weiter durch die Deichrückverlegung in der Lenzener Elbtalaue zum sogennanten Bösen Ort, an dem die Elbe einen Knick macht und somit bei Hochwasser eine besonders empfindliche Stelle für die Elbdeiche darstellt. Susanne Gerstner berichtete vom diesjährigen Hochwasser und wie die Deichrückverlegung gerade diesem Ort den Druck sehr genommen hat.

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Dann ging es nach einer Pause in einem Café in Lütgenwisch weiter mit der Fähre nach Schnackenburg auf der niedersächsischen Seite der Elbe. Dort besuchten wir das Grenzlandmuseum und sind anschließend weitergefahren zur Wüstung Stresow in Sachsen-Anhalt, einem Ort, der auf Befehl der DDR-Regierung geräumt und geschliffen wurde.

Bei heftigem Regen 😦 ging es weiter zum Seeadlerbeobachtungsturm, hier auch kurz „Keksturm“ genannt, weil er von der Bahlsen.Stiftung finanziert wurde.

Über Gatow ging es zurück in Richtung Lenzener Fähre und damit zurück zur Burg – warm duschen und trocken legen – alles in allem trotz des miesen Wetters ein gelungener Tag 😉

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Montag, 19.08.2013

Sonntag, 18.08.2013 Anreise und Kennen lernen

Jetzt geht es los! Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind gut auf der Burg Lenzen angekommen; die Zimmer sind bezogen; das erste Essen hat geschmeckt und am Abend haben wir schon mal in der Gruppe zusammen gesessen, uns kennen gelernt, das Programm für die Woche vorgestellt, Regeln und andere organisatorische Dinge besprochen und schon mal einen ersten Blick auf das Grüne Band Deutschland getan.

Der Seminarraum ist vorbereitet – jetzt kann es los gehen

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Sonntag, 18.08.2013 Anreise und Kennen lernen